Interner Bereich
Schornsteinfegerinnung Koblenz
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Von den Zünften des Mittelalters zur Handwerksinnung von heute


Zwar reicht die Innungschronik weiter zurück, denn im Jahre 1869 haben sich bereits in Koblenz Meister erstmals zu einer Schornsteinfegergemeinschaft zusammengeschlossen, aber erst mit der Verfügung des Regierungspräsidenten vom 1. April 1899 wurde die Schornsteinfeger-Innung zu Coblenz mit Sitz in Coblenz eingerichtet. Auf Grund dieser Verfügung und dem Statut vom 6. April 1899, welches von der Bezirksregierung Coblenz genehmigt wurde, organisierte sich der Berufsstand mehr und mehr. Bedingt durch den Niedergang der Zünfte und der immer stärkeren Liberalisierung im wirtschaftlichen Geschehen, war es um die Ordnung im Handwerk generell und speziell im Schornsteinfegerhandwerk schlecht bestellt.

So konnte mit Einführung der Gewerbefreiheit in Preußen im Jahre 1810 jeder ohne Ausbildung ein Handwerk betrieben. Der Handwerkskongress im Jahre 1848 erarbeitete eine Handwerksordnung, in der die eigenverantwortliche Führung eines Handwerksbetriebes von der Ablegung einer Meisterprüfung abhängig gemacht und die Bildung von Innungen als dringend notwendig erachtet wurden. Dieser Entwurf einer Handwerksordnung wurde der Frankfurter Nationalversammlung vorgelegt, er fand aber keine Zustimmung. Die im Jahre 1869 verabschiedete Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes schrieb statt dessen die uneingeschränkte Gewerbefreiheit fest.

Mit dem Innungsgesetz von 1881, das einen freiwilligen Zusammenschluss gestattete, war ein erster Schritt zu einer deutschen Gewerbe- und Handwerkspolitik geebnet. Die Handwerker konnten sich zum Organ der gewerblichen Selbstverwaltung zusammenschließen mit dem Ziel, die gemeinschaftlichen Interessen zu fördern, das Standesbewusstsein zu stärken und im Ausbildungswesen neue Akzente zu setzen. Zwar wurde dadurch die Ordnung im Handwerk verbessert und gestärkt, aber sehr viele standen den Zusammenschlüssen fern und es war äußerst schwierig, die angestrebten Zielvorstellungen noch umzusetzen.

Erst mit der eingangs erwähnten Verfügung des Regierungspräsidenten zu Coblenz war den Verantwortlichen des Berufsstandes die Möglichkeit gegeben, das Geschehen stärker zu organisieren und straffer zu führen. Die Handwerkskammer Coblenz, die am 19. April 1890 ihre erste Vollversammlung durchführte, veröffentlichte im Jahre 1901 eine neue Meisterprüfungsordnung für das Schornsteinfegerhandwerk. Die folgenden Jahre waren durch das Bemühen der Innung gekennzeichnet, den Berusstand zu stärken und das Vertrauen in der Bevölkerung zu gewinnen. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die Tatsache, dass bis 1908 jeder Kehrbezirk seine eigenen Taxe kannte und erst nach und nach eine Vereinheitlichung erfolgte.

In diesen ersten Jahren der Innung wurde seitens der Aufsichtsbehörde - Bezirksregierung - viele Festlegungen getroffen, die sinngemäß auch in unserer heutigen Zeit noch aktuell sind. Die Kriegswirren 1914 bis 1918 und die nachfolgenden Jahre bleieben nicht ohne Auswirkungen auf das Handwerk. Die tiefgreifenden staatlichen Veränderungen Ende Januar 1933 zerstörten den demokratischen Aufbau der Innung, denn durch die Einführung des Führer Grundsatzes, wurden die Obermeister nicht mehr gewährt, sondern bestellt. Die Innungsmitglieder verloren ihre demokratischen Rechte. Nach dem vollständigen Zusammenbruch Deutschlands im Jahre 1945 engagierten sich Ende 1945/Anfang 1946 aktive Schonsteinfegermeister im Wiederaufbau der Innung.

Mit der Bildung des Regierungsbezirkes Montabaur, 1946, gründeten die Kollegen in diesem Bereich eine eigene Innung, die auch nach Auflösung des Regierungsbezirks Montabaur und Eingliederung dieses Gebietes in den Zuständigkeitsbereich der Bezirksregierung Koblenz, weiter bestehen blieb. Die Bezirksregierung Koblenz nahm 1948 die erste Neueinteilung der Kehrbezirke nach Kriegsende vor. Die folgenden Jahre waren gekennzeichnet von einem zielstrebigen Aufbau des Handwerks. Die Innung vertrat die Interessen ihrer Mitglieder und setzte neue Akzente. Ob in der Ausbildung oder der Weiterbildung, ob im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes, im Umweltsektor und der Energieeinsparung, immer haben die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung unter Führung des Innungsvorstandes aktiv an der Lösung der anstehenden Probleme mitgearbeitet.

Die Schornsteinfeger-Innung hat deutliche gemacht, dass aufbauend auf einer 100jähringen Innungstradition die Aufgaben der Zukunft bewältigt werden können. Die technische Entwicklung, die den Berufsstand voll erfasst hat, wurde aufgegriffen und mit Fachwissen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger des Regierungsbezirkes umgesetzt. Gerade die Anpassungsfähigkeit und Flexibilität des Handwerkes, die auf einer guten Aus- und Weiterbildung beruhen, werden auch in Zukunft die Gewähr bieten, allen Aufgabenstellungen gerecht zu werden. Die in jüngster Zeit im Positionspapier erarbeiteten Vorschläge haben die Aufgeschlossenheit des Berufsstandes gegenüber neuen technischen Entwicklungen mehr als deutlich gemacht.

Am Anfang der Schornsteinfeger-Innung Koblenz stand vor 100 Jahren die Verfügung des Regierungspräsidenten zu Coblenz, im Jubiläumsjahr 1999 war es eine Neueinteilung der Kehrbezirke durch die Bezirksregierung, die die enge Verzahnung zwischen Bezirksregierung und Schornsteinfeger-Innung deutlich werden lässt. Mit dieser Neueinteilung endet eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Schornsteinfeger-Innung und der Bezirksregierung, denn auf Grund der Entscheidung der Landesregierung werden zum 31. Dezember 1999 die Bezirksregierungen im Lande Rheinland-Pfalz aufgelöst.

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